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Soziale Empfehlungen bei Google-Werbung: In Deutschland nur nach Opt-in

Google soziale Empfehlungen

Google wird zum 11. November seine Nutzungsbedingungen überarbeiten. Im Rahmen dessen wurden und werden die Nutzer relativ stark darauf aufmerksam gemacht. Ein Punkt, der klarer gemacht werden soll: Wie Namen und Profilbilder aus Google+-Profilen in Werbung verwendet werden können.

Vorgestern hatte ich in einem ersten Artikel zu der Thematik noch gefragt: „Soziale Empfehlungen bei Google – Opt-in oder Opt-out?. Wie angekündigt habe ich mit der Google-Pressestelle Kontakt aufgenommen und die Antwort von dort war klar: In Deutschland war und ist diese Einstellung opt-in.

Google soziale Empfehlungen

So könnte Werbung von Google mit sozialen Elementen aussehen.

Die Einstellung für die sozialen Empfehlungen ist nicht neu

Was in vielen Beiträgen und Blogposts – auch bei mir – vor zwei Tagen nicht klar rüber kam: Die Einstellungen für soziale Empfehlungen sind nicht neu. Sie wurden nur überarbeitet. Bereits seit 2011 ist es möglich, dass in Adwords-Anzeigen Profile verlinkt werden, die der beworbenen Seite „+1“ gegeben haben.

Mit den neuen Nutzungsbedingungen ändert sich daran nicht wirklich etwas. Das Thema ist nur auf einmal sehr präsent geworden und damit ist auch die Einstellungsseite wieder in den Fokus gerutscht.

Bisher war es so, dass im Anmeldeprozess zu Google+ gefragt wurde, ob man damit einverstanden sei, dass Name und Profilbild für die Werbung verwendet werden. Diese Abfrage beim sign-up fällt demnächst auch noch weg. Der Nutzer muss dann aktiv auf die Einstellungsseite gehen und diese Funktion dort aktivieren.

In Deutschland bleibt es beim Opt-in

Die Aussage den Google Mitarbeiters, mit dem ich telefoniert habe, war klar: In Deutschland war diese Einstellung bisher opt-in. Und sie wird es auch bleiben. Wie das in anderen Ländern aussieht weiß ich nicht.

Googles Vorgehen: Schon beinahe musterhaft gut?!

Ich muss sagen, dass ich vom Vorgehen von Google bei der Umstellung der Nutzungsbedingungen ziemlich begeistert bin. Zunächst wurde ziemlich zeitlich darüber informiert, dass die Bedingungen geändert werden. Vier Wochen vor der Umstellung: Für mich ist das genug.

Außerdem war der Hinweis extrem prominent. Das kann kein Nutzer eines Google-Profils übersehen haben. Auf Google+ gab es einen Hinweis über die eigenen Benachrichtigungen, außerdem auf google.de/com etc. einen Hinweis über einen blauen Balken.

Ein dritter Punkt, der mir gut gefällt: Die verständliche Erklärung der Änderungen. Wie Google ja selbst schreibt:

Da viele von Ihnen eine Abneigung gegen Juristendeutsch haben, finden Sie hier eine leicht verständliche Zusammenfassung.

Danach einige Aufzählungspunkten mit Links auf die entsprechenden Seiten für die Einstellungen. Super!

Und last but nor least: Google fragt die Nutzer um Einverständnis zur Verwendung des Namens und des Fotos. Anders macht das z.B. Facebook: Hier müssen Nutzer, die das nicht möchten aktiv widersprechen. Ihr könnt ja mal suchen, ob Ihr die Einstellung auf Anhieb findet…. Das ist bei Google deutlich besser gelöst. Die Personen, die vorher schon die Einwilligung dazu gegeben hatten, wurden über die Änderungen sogar noch einmal darauf aufmerksam gemacht – viele wussten sicher nicht mehr, dass sie den entsprechenden Haken gesetzt hatten.

Fazit: Hut ab Google. Das Vorgehen finde ich super – daran könnte sich der blaue Riese mal ein Beispiel nehmen. 🙂

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Autor: Nico Kirch

Hallo, mein Name ist Nico Kirch. Hier blogge ich über alles, was mich bewegt - vor allem über Social Media & Kommunikation. Mehr über mich findet Ihr hier. Ihr findet mich unter anderem auf Google+.